Sonntag, 6. August 2017

The Hate U Give - Angie Thomas

Dieses Buch habe ich innerhalb von zwei Tagen gelesen und es hat mich einfach umgehauen.

The Hate U Give
Quelle: www.randomhouse.de




Angie Thomas
The Hate U Give
cbt Verlag
17,99 € (D)
ISBN: 978-3-570-16482-2






Inhalt

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Famili unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...


Meinung

Ach, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...

Am Anfang war es ein bisschen schwer, mit der Sprache zurecht zu kommen, aber nach wenigen Seiten hat das nachgelassen und auch nicht weiter gestört. (Besonders hilfreich: erst nach Beenden festzustellen, dass es hinten im Buch ein Glossar gibt.)

Die ganze Geschichte ist einfach unglaublich. Unglaublich gut. Unglaublich wichtig.
Nichts daran war meiner Meinung nach übertrieben dargestellt, nichts auf irgendeine Weise beschönigt oder verschlimmert.
Das Problem der größtenteils willkürlichen Polizeibrutalität gegenüber Schwarzen in den USA wurde so dargestellt, wie man es so oft in sozialen Medien oder auch im Fernsehen mitbekommt, nur eben von der Seite der Leidtragenden. Das Ganze ist ein Thema, über das ich mich stundenlang aufregen könnte, aber an dieser Stelle belasse ich es dabei.

Der Identitätskonflikt von Starr zeigt sich im Laufe des Buches immer wieder. An der Schule kann sie nicht so sein, wie sie zu Hause ist. Zu Hause kann sie nicht erzählen, dass sie einen weißen Freund hat. In der Schule hat sie eine Freundin, die andauernd rassistische Bemerkungen fallen lässt und dann nicht einsehen will, dass sie jemanden damit verletzt hat. Das war der nervigste Charakter in dem ganzen Buch: Dieses ignorante Mädchen, das nur in ihrer reichen, weißen Welt lebt und sich letztendlich auf die Seite des Polizisten geschlagen hat (ich konnte sie so wenig leiden, dass ich ihren Namen schon wieder vergessen habe). Zu Hause trifft sie auf Menschen, die sie für arrogant halten, weil sie auf diese Schule geht.

Das Buch öffnet Augen für Probleme, über die man gar nicht nachdenkt, weil man das Privileg hat, nicht in solchen Situationen zu sein, sich nicht mit sowas beschäftigen zu müssen. Aber es ich wichtig, dass sich jeder damit auseinandersetzt, mit den Problemen von Minderheiten, von Diskriminierten.
Ich empfehle jedem, dieses Buch zu lesen, darüber nachzudenken und zu handeln, wenn man Ungerechtigkeiten mitbekommt oder ausgesetzt wird.

Das war mein Wort zum Sonntag. (Nein, wirklich. Lesen. Unbedingt.)

Nina ♥

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